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Verpackungen sicher verschnürt


Wirtschaftlich, umweltgerecht und zukunftssicher: Diese Attribute sollten heute jede technische Innovation begleiten. Das gilt auch für die Umreifungstechnik, denn eine effektive und individuelle Transportgutsicherung ist heute in jeder Branche ein Muss.

Fast jedes Produkt ist einzigartig und individuell - in Größe, Gewicht, Form und Material. Aber alle brauchen eine Verpackung, die sie auf dem Transport zuverlässig vor Schäden schützt, wirtschaftlich sinnvoll und möglichst umweltfreundlich ist. Ob Versandhandel, Pharmadistribution oder die Holz- und Baustoffindustrie: Wenn eine Vielzahl von Verpackungen sicher verpackt und verschnürt werden muss, sind Systeme nötig, die hohe Leistungen erbringen, einen niedrigen Wartungsaufwand und trotzdem eine lange Lebensdauer haben.

Auch wenn heute Schrumpf- und Stretchfolien einen Teil dieser Arbeit übernehmen, erweist sich häufig die Umreifungstechnik als günstige und schnelle Methode mit einem relativ geringen Material- und Energieeinsatz. Sie hat sich in vielen Anwendungsbereichen als effiziente Transportgutsicherung durchgesetzt und ist weiter auf dem Vormarsch. Und das umso mehr, seit die entsprechenden Hilfsgeräte inzwischen weiter automatisiert wurden und so immer sicherer, flexibler und wirtschaftlicher sind. Bei der Entscheidung, ob Stahl- oder Kunststoffband verwendet werden soll, ist die Erhaltung der Spannwirkung das wichtigste Kriterium.

Auch eine hohe Reißkraft ist natürlich wichtig, die vor allem bei schweren Packgütern entscheidend ist. Bedacht werden müssen außerdem die transportbedingten Einflüsse wie Erschütterungen, Vibrationen, unsanftes Heben und Absetzen der Ladung sowie klimatische Einflüsse, wie Feuchtigkeit oder Temperaturschwankungen, die dazu führen können, dass das Packgut schrumpft bzw. sich ausdehnt. Die elastischen Bänder aus unterschiedlichen Kunststoffmaterialien passen sich gut an die Produkte an und sind einfach recycelbar. Die Technik eignet sich für palettierte Ware genauso wie für gestapelte Trays, Schachteln, uvm. Je schwerer das Packgut, umso höher ist die Notwendigkeit, Stahlbänder einzusetzen.

Alles in allem erfordert der Umreifungsprozess wenig Zeit, punktet mit einem geringen Materialeinsatz und ist verhältnismäßig kostensparend. Vom preisgünstigen Allrounder bis hin zu Hochleistungsumreifungsautomaten ist technisch heute alles zu haben. Als Verbindungsverfahren für die technischen Thermoplaste wird sich die Ultraschall-Verschlusstechnik vermutlich auch in diesem Bereich weiter durchsetzen: Mechanische Schwingungen werden unter Druck auf die Enden des Kunststoffbandes übertragen. Dadurch entsteht Wärme, der Kunststoff wird weich, und die Band-Enden werden miteinander verpresst. Dabei arbeiten die Ultraschall-Aggregate nahezu verschleißfrei, und der Verschluss ist extrem belastbar.

Wellpappe vollautomatisch umreifen

Im Frühjahr dieses Jahres gelang der Gerd Mosca AG die Markteinführung der "UTARI-2", einer neuen vollautomatischen Umreifungsmaschine, die speziell für die Wellpappebranche entwickelt wurde und jetzt in Serienproduktion ging. Bereits in der Markteinführungsphase konnten nach Unternehmensangaben 20 Maschinen weltweit verkauft werden.

Der Prototyp war bereits 2008 auf der drupa print media messe in Düsseldorf vorgestellt worden. Die Hochleistungsmaschine lässt sich in automatisierte Wellpappeproduktionslinien mit hohen Produktionsgeschwindigkeiten integrieren und umreift einfach oder doppelt bis zu 30 Pakete pro Minute in exakt ausgerichteten Stapeln. Das Umreifungsband verläuft dabei nicht wie bei den einfacheren Modellen quer, sondern längs zur Welle, um das Produkt so weit wie möglich zu schonen.

Eine integrierte Ausrichtstation sorgt dafür, dass ankommende Stapel von allen Seiten gerade gerückt und festgehalten werden. Die Stapel verlassen die Maschine also kantgenenau und sauber umreift. Rüstprozesse verlaufen automatisch. Diese vollautomatische Prozessanbindung soll dabei geringe Rüst- und Ausfallzeiten gewährleisten. Dank einer Online-Datenübernahme von der vorgeschalteten Wellpappemaschine stellt sich die „UTARI-2“ beim Umrüsten schnell auf neue Größen ein und minimiert damit die Einrichtzeiten. Ist eine Bandspule abgelaufen, wird - ohne Produktionsunterbrechung - automatisch ein neues Band angeschweißt. Das Unternehmen rechnet vor, dass so - bei 1.000 Spulenwechseln pro Jahr, einschichtigem Betrieb und einer Geschwindigkeit von 25 Paketen pro Mintue - rund 50 Stunden bzw. 75.000 Pakete Produktionsausfall vermieden werden können.

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