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Rückblick interpack 2008

Automation hoch im Kurs

21.04.2008

Keine Frage – Automation steht hoch im Kurs. Auch auf der interpack. Die Hersteller von Verpackungsmaschinen werfen im Vorfeld der Weltleitmesse der Verpackungsindustrie Schlagworte wie Technologieoffensive oder Modularität in den Ring. Ihnen zur Seite stehen die Anbieter von Automatisierungslösungen.

 

Die „Automatisierer“ helfen den Maschinenbauern auf die Sprünge. Mit ihren Softwarelösungen, Steuerungs- und Antriebskonzepten versetzen sie die Verpackungsmaschinenbauer in die Lage, noch flexiblere und vollautomatische Anlagen herzustellen. In Düsseldorf werden all' die genannten Schlagworte wieder und wieder zu sehen sein. Es wird aber auch darum gehen, wie die Komplexität elektronischer Verpackungsmaschinen so gesenkt werden kann, dass zum Beispiel mit einer Automatisierungsplattform gemeinsam die Bewegungssteuerung und klassische SPS-Funktionalitäten betrieben werden können. Die Vorteile davon sind unter anderem: einfacheres Anfahren, bessere Diagnose und Kostensenkungen.


Zurück zur Modularität: Wer von Modularität spricht, muss zunächst bei der Steuerungsarchitektur ansetzen. Nur wer ein durchgängiges Steuerungskonzept auf den Weg bringt, kann später auch auf individuelle Vorgaben seitens der Kunden gut reagieren. Und gerade diese Vorgaben werden weiter steigen, sind sie doch seitens des Handels und der Lebensmittel- sowie Getränkeindustrie Reaktionen auf geänderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Kleinere Haushalte und umkämpfte Zielgruppen bedingen differenzierte Produkte. Heute sind nicht mehr die großen Sammelpackungen, sondern flexible Packungseinheiten wie 6er- statt 24er-Gebinde gefragt. Außerdem fordert der Handel verstärkt Mischverpackungen. Der Regalplatz ist eben limitiert und der Verbraucher wünscht eine steigende Produktvielfalt. Die klassischen, starren Verpackungslinien und Sondermaschinen stoßen so bei vielen Produkten an ihre Grenzen. Kleiner werdende Losgrößen und wechselnde Verpackungseinheiten erfordern flexible Lösungen. Das hat zur Folge, dass die Leistungen der Verpackungsmaschinen steigen und höhere Leistungen bei gleichem Platzbedarf erzielt werden müssen. Primär- und Sekundärverpackungsprozesse waren mit wenigen Ausnahmen bisher kein Einsatzfeld von Robotern. Durch den Einsatz von Robotern gewinnt der Verpackungsprozess an Flexibilität, der Platzbedarf einer Verpackungsanlage sinkt durch den Wegfall teilweise aufwändiger Prozesse für den Transport. Der Trend geht deshalb dahin, Robotik-Module auch bei Primär- und Sekundärverpackungsprozessen zu integrieren – so zu sehen auf der interpack.

 
 

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