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Rückblick interpack 2008

Gefriertrocknung für Bio-Pharma

25.04.2008

Eine verbesserte Anwendung von gefriergetrockneten Substanzen verspricht Schott mit einer neuartigen Beschichtung für Glasbehälter wie Vials bei pharmazeutischen Anwendungen.

 
 

Die Gefriertrocknung, Lyophilisierung, ist aus der Haltbarkeitsverlängerung zum Beispiel von Kaffee bekannt. Nunmehr soll die Kenntnis auf Pharmazeutika angewandt werden. Hier gelten empfindliche Biopräparate als typischer Anwendungsfall

„Biomoleküle sind bei mehr als 50 Prozent der Produktentwicklungen in der pharmazeutischen Therapie im Einsatz“, erklärte Product-Managerin Dr. Claudia Dietrich auf der interpack. Die gefriergetrockneten Pulver werden bei der Anwendung im Wasser wieder gelöst. In den nunmehr angeboten hydrophob beschichteten Fläschchen sind die Produkte länger haltbar.

Beschichtet werden die Fläschchen nach dem PICVD-Verfahren, das schon seit den 80er Jahren bekannt ist und von der Firma Schott entwickelt wurde. Bei dem gepulsten Plasmaverfahren werden mehrere Lagen Siliziumdioxid-Moleküle an den Innenflächen der Pharmabehälter aufgebracht. Die Gesamtstärke liegt bei 100 bis 200 Nanometer. Damit sind die Volumina der Verpackungen nicht betroffen. Die Beschichtung verringert die Adsorption von radioaktiven Diagnostika und Proteinen und verbessert die chemische Beständigkeit. Weiterhin wird die Stabilität des Verpackungsmaterials erhöht.

Auf der interpack bestätigte Schott zudem sein Engagement in Asien. Im Vorfeld der Messe wurde in Indien ein Joint-Venture mit dem Namen Schott Kaisha Private Ltd. mit Niederlassungen in Daman und Mumbai gegründet. Dort sollen pharmazeutische Primärverpackungen entstehen. Schott ist mit 50 Prozent beteiligt. In China erfolgte nunmehr die Zulassung von Fiolax-Pharmaglas durch die staatliche Nahrungs- und Arzneimittelbehörde. Es handelt sich um Glasröhren für die Weiterverarbeitung zu Ampullen, Kartulen, etc.

In Indonesien wurde eine neue Produktionsanlage für Top-Line Fläschchen in Betrieb genommen. Dort werden jährlich 750 Mio. Behälter produziert. Außerdem wurde der Aufbau einer Produktion in Russland beschlossen. Das Werk soll nächstes Jahr die Arbeit aufnehmen.

 
 

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